Die Fashion Week in Berlin ist gerade zu Ende und es ist Zeit die Hightlight zu recappen: Michalsky StyleNite im Friedrichstadtpalast. Die Party der Superlative, 1700 Gäste aller Promis, die Location und neben Michalsky noch die Kollektionen von Lala Berlin und Kaviar Gauche. Pompös, extrem, riesig – eben Michalsky. Der Auftakt von der der hochwertigeren Zweitlinie von Lala Berlin “Atelier Lala Berlin”: 35 Looks, dann kam die Kaviar Gauche , die auf Showeffekte wie menschliche Discokugeln setzte. Bevor Meister Michalsky Kollektion mit dem Titel ” Heinrich Zille’s ,Mein Milljöh’ – Version 2.0″. began gab es noch ein Livekonzert der Hurts. Stil von Michalsky Show war meist schlicht und erinnerte an Berliner Gründerzeit mit Dienstmädchenkleidung, Uniformen und Arbeiter-Klamotten oder aber maßgeschneiderte Garderobe der damaligen Oberklasse jeweils mit einem Hauch Moderne im dezenten schwarz, grau und beige. Im Anschluss an Michalskys fashion Week Show folgten noch die 80er-Jahre-Kultband “Spandau Ballet” und wie immer zur Aftershow Party DJ Hell. Neu war dieses Jahr, dass die StyleNite live Im Internet übertragen wurde.
War der Winter noch weitestgehend düster und geprägt von rockigem Schwarz und 80er Powerlooks, so sieht der Sommer im Modebereich wesentlich freundlicher und weicher aus: klarer Trend der Spring/Summer Fashionshows waren Pastelltöne bzw. Sorbetfarben. Von Pistaziengrün über helle Gelb-, und Orangetöne, von Rosé bis Nude und Fliederfarben war alles zu sehen. Die Materialien sind in erster Linie leicht, häufig auch transparent; so werden wir vor allem fließende Stoffe wie Seide und Chiffon in den neuen Kollektionen sehen. Zu beachten ist hierbei, nur eine Pastellfarbe auszuwählen (bitte niemals mehrere Pastelltöne zusammen!) und diese mit farblich zurückhaltenden Accessoires zu kombinieren.
Ein weiterer Trend (der wohl nicht unbedingt als alltagstauglich eingestuft werden kann) ist der Lingerielook. Bustiers (man denke an Madonnas Spritztüten-Bh von Gaultier), Negligeeähnliches, Hotpants, Corsagen, Strumpfhalter und viel Transparenz – Drunter wird also sozusagen zum Drüber.
Desweiteren neu sind die sogenannten Jeggings, eine Mischung aus Jeans und Leggings, neben (Gott sei dank – etwas Weites und Bequemes) Boyfriendjeans (gerne im Destroyed-Look), zarte Muster (z.B. Blumenprints), verspielter unschuldiger “Landlook“ a la Chanel, Ethnoeinflüsse, sogenannte “Embellishments“ – Verzierungen und “Schmückungen“ aller Art (Pailletten!), die Farbe Rot (Koralle!), etwas Western, Cleanes scharf Geschnitten und (bereits Trends im Winter) Sarouel-, bzw. Haremshosen sowie Overalls (jetzt jedoch gerne auch in Seide und “ausgehfein“).
Soweit unser erster Ausblick.
Und sollten wir auch nicht mutig genug sein, Madonna und Jean Paul Gaultiers „G-Spot“-Kollektion (ja, dies war tatsächlich offizieller Name der Kollektion…) nachzueifern – wir freuen uns auf den Sommer! Und ein bisschen Schwarz geht schließlich immer…;-)!
Oft diskuttiert – in jedem Blog, in jeder Zeitschrift: Magermodels oh gott oh gott und pfui. Als dann im Oktober die Frauenzitschrift Brigitte ankündigte auf “Magermodels” zu verzichten und ganz normale Frauen von der Strasse abzulichten fand die Diskussion auch weg von der Modewelt in normalen Tageszeitungen und deren Webauftritten statt. Brigitte selbst kündigt den Anfang einer neuen Epoche durch ihre Aktion an – und jeder von der Vogue bis zu Karl Lagerfeld, von der InStyle bis zur Präsidentin des Landfrauenverbandes hatte eine Meinung und tat diese kund. Bevor wir alles hierzu wiederholen: die besten Statements gibt´s in der Zusammenfassung noch bei sexdrugsblognroll.de
Und wie war es nun: das erste richtungsweisende Heft vom 2.1.2010 – dem historischen Datum der neuen Epoche? Zuerst, wann war das letzte Mal das wir eine Brigitte gekauft haben – mmmhhh ich glaube dass muss lange her sein, aber am 2.1. war es natürlich Pflicht. Ein bißchen fühlten wir uns schon wie Che als wir das Heft öffneten, aber leider hielt es nicht lange an. Zugeben die Mädchen sind hübsch und ansehnlich, aber so verschieden zu Models sind sie nun auch nicht – vielleicht nur in der Tagesgage. Und irgendwie fühlte es sich auch nicht so revolutionär an. Schmunzeln konnten wir mehr über das Topthema: Diäten und wie sie in unserer Leben passen. Nette Topstory für die “Ohne Models weg vom Magerwahn-Denken” – finden wir ja etwas unpassend und wenig konsequent wenn man eine Revolution starten will. Naja – dass nächste Heft dann wieder ohne uns bis wirklich eine neue Epoche beginnt.
Wie fandet es ihr? Und was haltet ihr von der Aktion?
